Der gestiefelte Kater - Spielstoff

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Der gestiefelte Kater

Eigene Stücke > Kinderstücke
Märchen in 4 Bildern
von Manfred Hinrichs
frei nach den Brüdern Grimm
Musik: Stefan Hiller

2 Damen
5 Herren
Verwandlungsdekoration

Uraufführung:
21.11.2014 Ohnsorg Theater, Hamburg
 

Aufführungsrechte: VVB, Norderstedt

Der gestiefelte Kater, Ohnsorg Theater 2014, Foto Wolfgang Neruda
Foto: Ohnsorg Theater 2014
© Wolfgang Neruda
Kritik & Meinung

Mit weit offenen Mündern sitzen die ab vier Jahre alten Kleinen im Ohnsorg-Theater und lassen sich vom temperamentvollen, skurrilen Witz der Märcheninszenierung bezaubern. Damit auch die Erwachsenen Spaß haben, würzen Regisseurin Sandra Keck und Bearbeiter Manfred Hinrichs die Handlung immer wieder mit Bonmots. ... Jede Figur ist hier ... mit so viel liebevoller und komischer Persönlichkeitsbeschreibung angelegt, dass Spannung, Lachen und milder Grusel die Waage halten. Selbst der Zauberer Flodur ... hat mit seiner dämlichen Eitelkeit wenig Beängstigendes. Im märchenhaften Bühnenbild von Katrin Reimers, in hinreißenden Kostümen von Félicie Lavaulx-Vrécourt und mit den musicalmäßigen Songs von Stefan Hiller wird kleinen und großen Zuschauern ein Vergnügen beschert, das auch einige Lebensweisheiten bereithält.
Monika Nellissen im Hamburger Abendblatt vom 26. November 2014

Die Uraufführungsserie mit 74 Vorstellungen im Hamburger Ohnsorg Theater sahen 28.750 Zuschauer!

Eine tolle Premiere im Theater Wolfsburg
Man möchte ihn knuddeln, diesen pfiffigen Mäusefänger. Weil er so schlau ist und weil man ihn direkt mit nach Hause nehmen möchte getreu der Erfahrung: "Ein Leben ohne Katze ist möglich, aber sinnlos." Manfred Hinrichs hat die Geschichte nach den Brüdern Grimm blitzblank aufpoliert und mit frechen Sprüchen garniert. Der Kater heißt Frédéric, seine Vorfahren stammen aus Frankreich und Frédéric spricht dementsprechend mit einem äußerst charmanten Akzent. ... Ein Kater zum Verlieben! ... Obendrein wirt munter getanzt und fröhlich gesungen und es kracht im gruselig-düsteren Zauberschloss.
"km" in der Wolfsburger Allgemeine vom 26. November 2016

Hauke ist traurig. Sein Vater ist gestorben und seine Brüder haben bei der Erbschaft mehr Glück gehabt als er. Für ihn blieb nur der Kater und mit dem zieht er jetzt in eine alte Hütte am Deich. Am liebsten würde er dem Kater das Fell über die Ohren ziehen und daraus ein paar warme Handschuhe für den Winter machen – aber daran weiß Kater Frédéric ihn zu hindern. Denn der ist nicht nur schlau sondern weiß auch ganz genau, was gut für Hauke ist.
Prinzessin Merle will am Deich mit ihrer Gouvernante einen Drachen steigen lassen, was nicht gelingt. Erst als Hauke ihnen hilft, steigt er in die Luft und Hauke bekommt zur Belohnung einen Silbertaler. Diesen muss er aber gleich wieder ausgeben, denn der Schuster mit seinem Karren hat ein Paar rote Stiefel im Angebot, die Frédéric seiner Meinung nach unbedingt haben muss. Gesagt getan, und als der Kater in die Stiefel steigt, wird er menschengroß.
Doktor Tüftel, der Leibarzt des Königs, versucht am Deich ein paar Rebhühner zu fangen, denn er hat dem König eine Rebhuhn-Diät verordnet, und dieser hat demjenigen, der ihm ein paar dieser scheuen Tiere bringt, die Prinzessin zur Frau versprochen. Hier wittert Frédéric nun seine Chance. Da es dem Doktor nicht gelingt, Rebhühner zu fangen, macht er sich selbst auf die Jagd.
Im Schloss weiß der dänische Koch Lasse nicht mehr, was er dem König auftischen soll. Da taucht plötzlich Frédéric mit einem Sack voller Rebhühner auf. Die Freude ist groß – wenigstens beim König. Prinzessin Merle will den Kater aber auf gar keinen Fall heiraten. Der beruhigt sie – er hat die Rebhühner im Namen seines Herrn abgeliefert: Graf Hauke von Roggensack! Der König bedankt sich mit einem Goldstück bei Frédéric und kündigt seinen Besuch beim Grafen an.
Hauke hat nichts rechtes für diesen Besuch anzuziehen. Aber Frédéric weiß Rat: Hauke soll sich ausziehen und im nahen Fluss ein Bad nehmen. Während Hauke nun im Wasser planscht, taucht der König mit seinem Gefolge auf und wird von Frédéric auf den bedauerlichen Zustand hingewiesen, dass sein Herr ohne Kleider dasteht, da diese ihm gestohlen wurden. Der König nötigt den Doktor seine Kleider auszuziehen und sie Hauke zu geben. Als dieser nun auftaucht, staunt er nicht schlecht, denn das Mädchen, dem er beim Drachensteigenlassen geholfen hat, ist die Prinzessin, die er nach Willen des Königs bald heiraten soll. Der König erkundigt sich nach dem Schloss des Grafen. Aber Hauke hat natürlich kein Schloss. Frédéric weiß auch hier einen Ausweg und eilt der Gesellschaft voraus zum Schloss des großen Zauberers Flodur.
Der entpuppt sich als nicht ganz so groß und mächtig, wie alle Leute glauben. Frédéric weiß sich beim großen Flodur einzuschmeicheln, überredet ihn sogar, sich in einen Löwen zu verwandeln, denn die Verwandlung in Tiere ist eine große Spezialität von Flodur. Als Frédéric ihn auch noch dazu bringt, sich in eine Maus zu verwandeln, schnappt der Kater sich die Maus, frisst sie auf und Hauke hat nun ein Schloss, eine Menge Gold, bald eine hübsche Frau an seiner Seite und eines Tages wird er König werden.
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