Pension Schöller - Spielstoff

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Pension Schöller

Übersetzungen > Hochdeutsch
Schwank von
Carl Laufs und Wilhelm Jacoby
Bearbeitung von
Folker Bohnet und Manfred Hinrichs

5 Damen
7 Herren
3 Bühnenbilder

Uraufführung:
07.10.1890 Wallner-Theater, Berlin
EA dieser Fassung:
2006 Salzbachbühne Werl

Aufführungsrechte:
Theaterverlag Karl Mahnke, Verden

Pension Schöller Freilichtbühne Lilienthal 2004
Foto © Freilichtbühne Lilienthal 2004
September 1924. Phillip Klapproth, Apfelbauer aus dem Alten Land, ist mit seiner Schwester und deren Tochter von Buxtehude nach Hamburg gereist, um etwas von der großen weiten Welt zu erleben. Für ihn gehört eigentümlicher Weise dazu auch ein Besuch in einer Nervenheilanstalt, hofft er damit doch den Apotheker Stoffels, der wie Klapproth zur Stammtischrunde gehört, in puncto absonderlicher Erlebnisse zu übertrumpfen. Bei der Ausführung dieses Wunsches soll ihm sein Neffe Alfred behilflich sein, dem er für die Gefälligkeit die nötigen Mittel für die Gründung eines Haushaltswarengeschäftes vorstrecken will. Alfred, wenig begeistert vom Ansinnen seines Onkels, bittet den Kunstmaler und Cafébetreiber Ernst Kissling um Hilfe. Und der weiß Rat, zählen doch zu seinen Gästen regelmäßig auch die Bewohner der Pension Schöller. Und diese sind allesamt von so skurriler Normalität, dass man sie, mit dem Gedanken geimpft, man bewege sich in einer Heilanstalt für Nervenkranke, für Verrückte halten könnte.
Gesagt getan. Zur abendlichen Vernissage von Kisslings Gemäldeausstellung in der Pension Schöller finden sich auch Neffe und Onkel Klapproth ein. Während Alfred auf Freiersfüßen wandelt und Schöllers Nichte eine Liebeserklärung macht, gerät Phillip mehr und mehr in die Fänge der vermeintlich verrückten Pensionsgäste: Er legt sich mit Major a. D. von Gröber an, der ihn daraufhin zum Duell fordert. Dem Großwildjäger Bernhardy verspricht er eine gemeinsame Weltreise, welcher ihm aus lauter Dankbarkeit zwei junge Leoparden schenkt. Der Schriftstellerin Wölfel, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Josephine Freifrau von Holledau, erzählt er die Geschichte seines Lebens, allerdings so, dass Rosamunde Pilcher vor Neid erblasst wäre. Und dem jungen Eugen Rümpel, Bankangestellter mit nicht zu bremsendem Drang zur Bühne, bescheinigt er großes Talent, obwohl dieser statt des Buchstaben “L” nur ein “N” sprechen kann.
Zurückgekehrt zu den heimatlichen Apfelbäumen findet Phillip allerdings nicht so leicht zurück zum Alltag. Erst recht nicht, da er zu allen Vorschlägen der Gäste der Pension Schöller, um sie nicht zu brüskieren - denn diesen Kranken darf man ja nicht widersprechen - ja und amen gesagt hat. Die Folgen sind für Phillip Klapproth ebenso fatal wie für den Zuschauer amüsant.

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü