Kriminalstück von Manfred Hinrichs
5 D - 9 H - einige Mädchen - Statisten
2 Schauplätze (ein Bühnenbild)
England um 1900. In dem kleinen Ort Menston geschehen merkwürdige Dinge. Lord Archibald Douglas, Besitzer des Landhauses "Chevin End" und einer umfangreichen Sammlung ägyptischer Antiquitäten, verschwindet eines Tages spurlos. Lady Harriet, die Frau des Lords, kann oder will nur wenig zu den Untersuchungen von Dorfpolizist Horatio Nelson beitragen. Roger Pembroke, der Gärtner auf "Chevin End", macht sich mehr Sorgen um eine Rattenplage im Garten und um seine ebenfalls verschwundene Seekiste. Wenig später bricht Timothy Gordon, der Wildhüter von Lord Douglas, auf der Straße zusammen. Geoffrey, der Sohn von Lord Douglas, findet ihn und glaubt, Mr. Gordon sei, wie er, betrunken. Aber Marc Mcanlay, Apotheker und Arztersatz in Menston, diagnostiziert einen gewaltsamen Tod. Dorfpolizist Nelson beginnt soofort mit den Voruntersuchungen. Michael Beecham, der Antiquitätenhändler, steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Nach dem Verschwinden von Lord Douglas werden ihm Stücke aus der Sammlung des Lords zum Kauf angeboten, welche er dankend annimmt, ohne zu wissen, in welche Gefahr er sich damit begibt. Timothy Gordon bringt kurz vor seinem Tod noch eine Kiste in den Antiquitätenladen, welcher wenig später ein Raub der Flammen wird. Die Dorfbewohner und die Mädchen aus dem Pensionat werden von den Ereignissen geradezu überrollt. Und doch sind alle darin verwickelt. Einzig Mrs. Mabel Winterbottom beobachtet und analysiert mit aufdringlichem Charme von ihrem Fahrrad aus die Ereignisse. Sie ist es schließlich auch, die weiß, wo der verschwundene Lord zu finden ist, wer Timothy Gordon ins Jenseits befördert hat und auf welche Weise, wer den Laden von Michael Beecham in Brand setzte und warum, und wer bei all diesen Ereignissen die Fäden in der Hand hält.
Uraufführung: 20. Juni 1997 Freilichtbühne Lilienthal
Aufführungsrechte & Leseexemplar: Ahn & Simrock, Hamburg
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